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Evangelischer Krankenpflegeverein Tuttlingen e.V.

 

 

Der Evangelische Krankenpflegeverein  wurde im Jahr 1883 als Diakonissenverein gegründet und 1999 in 'Evang. Kranken-pflegeverein' umbenannt.

Seit  2000 ist er Träger der Evangelischen Nachbarschaftshilfe Tuttlingen.

Die Evangelische Nachbarschaftshilfe feiert 50-jähriges Jubiläum 

 

Nachbarschaftshilfe – das war, wie das Wort schon sagt, früher die fast selbstverständliche Hilfe von Nachbarn oder Bekannten. Wenn jemand krank war oder aus Altersgründen nicht mehr aus dem Haus konnte, half man sich gegenseitig so gut es ging. Wo das nicht möglich war, wandte man sich oft an die Kirchengemeinde. Hanna Huber, die Frau des früheren evangelischen Kirchenpflegers Helmut Huber, begann deshalb 1970 mit der Organisation solcher Hilfen: jede Woche trafen sich vier Frauen in ihrem Wohnzimmer, um die Hilfe für die in Not geratenen Menschen zu besprechen. Damit war die ‚Nachbarschaftshilfe‘ in Tuttlingen geboren. Am Anfang war sie ökumenisch – erst viel später hat die katholische Kirchengemeinde eine eigene Nachbarschaftshilfe ins Leben gerufen.

Im Jahr 1973 stieß Giesela Geschke zur Einsatztruppe der Helferinnen und übernahm dann 1980 die Einsatzleitung von Hanna Huber. Die Anzahl der Mitarbeiterinnen wuchs stetig, auch wenn diese nur einen Anerkennungsbetrag von 1,50 DM pro Stunde für ihre Arbeit erhielten.

 

90 Jahre lang haben Diakonissen in Tuttlingen die Mitglieder des Diakonissenvereins unentgeltlich gepflegt; als es dann keine Diakonissen mehr gab, wurde die Evangelische Sozialstation als Pflegedienst gegründet. Die Nachbarschaftshilfe wurde dieser neuen Einrichtung angegliedert; die Kirchengemeinde übernahm die stetig wachsenden Verwaltungsaufgaben und der Diakonissenverein kam für die Kosten auf.

Als Frau Geschke 1997 in den Ruhestand ging, war die Anzahl der Nachbarschaftshelferinnen bereits auf 24 angewachsen.

 

Kurzzeitig wurde die Einsatzleitung einer Schwester der Sozialstation übertragen, bis Brigitte Morlock, die Frau des damaligen Dekans, im Sommer 1999 diese Aufgabe übernahm. Im darauffolgenden Jahr hat die Evang. Kirchengemeinde die Trägerschaft der Nachbarschaftshilfe an den Evangelischen Krankenpflegeverein Tuttlingen e.V. (früher Diakonissenverein) übertragen. Trotzdem blieb die Zusammenarbeit mit der Sozialstation – nicht nur wegen der räumlichen Nähe im selben Büro in der Freiburgstraße 44 - vertrauensvoll eng. Patienten, die die Sozialstation nicht mehr aufnehmen konnte, wurden von den Nachbarschaftshelfer*innen versorgt.

 

Gemeinsam zogen die Evang. Sozialstation und die Nachbarschaftshilfe 2010 in die neuen Räume in der Donaustr. 52 um. Weil die Anzahl der Hilfebedürftigen immer stärker stieg, musste auch die Verwaltung ausgebaut werden; so wurden die neuen Räume bald zu klein. Als im Nebenhaus, in der Gartenstr. 1, die Hausmeisterwohnung leer stand, konnte die Nachbarschaftshilfe im Jahr 2015 dorthin umziehen und hat ihr Büro nun im dritten Stock des Evangelischen Gemeindehauses.

Gleichzeitig übernahm Elke Jung, eine Krankenschwester und langjährige Mitarbeiterin der Sozialstation die Einsatzleitung in der Nachbarschaftshilfe. Aktuell betreuen 120 Mitarbeiterinnen und 3 Mitarbeiter insgesamt 350 Haushalte in Tuttlingen, Neuhausen o. E. und Rietheim-Weilheim. Sie helfen den Menschen morgens beim Aufstehen, bei der Körperpflege und beim Ankleiden, sie richten das Frühstück, gehen einkaufen, kümmern sich um die hauswirtschaftliche Versorgung und begleiten Patienten zum Arzt, Frisör oder zur Fußpflege. Sie leisten Gesellschaft bei Spaziergängen, lesen vor oder betreuen dementiell Erkrankte während der Abwesenheit der Angehörigen. Manchmal werden die Menschen nur wenige Tage versorgt – während sie z. B. auf einen Heimplatz warten – manchmal erstreckt sich die Hilfe über viele Jahre und es entsteht ein persönliches Vertrauensverhältnis zwischen der Nachbarschaftshelferin und dem Menschen, den sie betreut und versorgt. 

Als die Evangelische Sozialstation aus Kostengründen 2019 den Dienst „Essen auf Rädern“ einstellen musste (wie zuvor schon die Katholische Sozialstation), übernahm der Evang. Krankenpflegeverein diese Aufgabe im Januar 2020; die Fahrer – allesamt Mitarbeiter*innen der Nachbarschaftshilfe – fahren ca 50 Essen im gesamten Stadtgebiet aus. Sieben Tage in der Woche sind sie unterwegs, damit die Menschen in Tuttlingen auch weiterhin mit einer vollwertigen und frisch zubereiteten Mahlzeit versorgt werden können.

Da der Klimaschutz und nachhaltiges Handeln dem Evangelischen Krankenpflegeverein sehr am Herzen liegen, wurde ein kleiner Elektrolieferwagen angeschafft, um die Mahlzeiten CO2-neutral zu transportieren. Die Firma Aesculap hat dafür – dankenswerterweise - eine namhafte Summe gespendet!

Der für den 14. Juni geplante Festgottesdienst zum 50jährigen Jubiläum kann aufgrund der aktuell gültigen Einschränkungen leider nicht stattfinden. So ergeht ein herzliches Dankeschön an alle, die die wichtige Arbeit der Nachbarschaftshilfe in den vergangenen Jahrzehnten gefördert und unterstützt haben.

Wenn auch Sie die Arbeit der Nachbarschaftshilfe unterstützen möchten, werden Sie Mitglied im Evangelischen Krankenpflegeverein oder melden Sie sich zur Mitarbeit. Unterstützen Sie eine gute Sache!

 Internetauftritt des Evangelischen Krankenpflegevereins Tuttlingen

 Redaktion: Evangelische Nachbarschaftshilfe Tuttlingen

 Gartenstr. 1
 78532 Tuttlingen

 Telefon: 07461/9100501

 Internetadresse: www.evang-krankenpflegeverein-tuttlingen.de

 e-mail: info@evang-krankenpflegeverein-tuttlingen.de

 

 Vertretungsberechtigter im Sinne von § 5 Telemediengesetz
 Brigitte Morlock, Geschäftsführerin Evangelische Nachbarschaftshilfe

 Telefon: 07461/9100501

 e-mail: nachbarschaftshilfe@evang-krankenpflegeverein-tuttlingen.de

 

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